Ist Träumen eigentlich realistisch? Gibt es realistisches Träumen?
Mal ganz ehrlich.. Ich will Gemeindearbeit machen. Ich will Menschen das Evangelium bringen, ich will sie in ihren besonderen Lebenssituationen ermutigen, ihnen zur Seite stehen und sie stärken. Ein kleiner Anker in dieser großen Welt ohne Halt sein und Hoffnung schenken.
Was brauche ich dazu?
Nur den Glauben und den Mut meine eigenen Fähigkeiten für Andere einzusetzen, so wie Gott es mir geschenkt hat.
Ich vertraue Gott. Gott hat in meinem Leben allzu oft bewiesen, dass ER einen Plan für mich hat. Und der entspricht nicht den Plänen dieser Welt und nicht meinen eigenen. Dieser Plan ist passend für mich. Er entspringt SEINER Großartigkeit.
Halleluja! Gelobt sei der HERR.
Und dann ist da die Realität..
Als Mutter von zwei Kindern ist es nicht so leicht, groß zu träumen und Risiken einzugehen, auch wenn ich den Mut dafür in mir habe. Ich muss jeden Cent zweimal umdrehen und mir bewusst machen, dass ich Verantwortung trage. Einen Job zu haben, der Sicherheit bietet und uns versorgt ist wirklich eine Priorität. Muss ich meine Träume dafür aufgeben?
Ich glaube Gott ist größer und weiser als wir denken. Seine Wege sind nicht unsere Wege und seine Gedanken nicht unsere Gedanken. (vgl. Jesaja 55,8) Was wissen wir schon über die Zukunft? Klar, sollen wir nicht dumm sein und wegwerfen, was uns gegeben ist. Aber ein wenig Mut und Risikobereitschaft im Vertrauen auf den HERRN können wir uns leisten.
So habe ich nun - ohne weltliche Sicherheiten für die Zukunft zu haben - meinen Job bei der Polizei gekündigt und werde zum 15. Juni entlassen. Ich habe mich entschieden am Theologiestudium dran zu bleiben, zu jobben und Wohngeld zu beantragen. Das macht uns nicht reich, aber versorgt unsere grundlegenden Bedürfnisse. Reich bin ich durch den Glauben.
Ob ich mich für die Soziale Arbeit trotzdem bewerbe, habe ich noch nicht entschieden. Ich muss mir noch klarer darüber werden, wo genau ich hin will und ob mich dieses Studium auf dem Weg tatsächlich weiter bringt. In jedem Fall ist es eine gute generalistische Ausbildung, die deutschlandweit anerkannt ist. Kann also sein, dass ich es mache. Oder vielleicht auch nicht. Oder vielleicht auch noch nicht.
So oder so, weiß ich. Gott versorgt mich. ER ist da. Mit aller Liebe, der nötigen Fürsorge und dem Freiraum Entscheidungen zu treffen, deren Konsequenzen für mich tragbar sind. ER lässt mich nicht ins Messer laufen, sondern schützt mich, sodass ich frei werden kann von allem, was mich bedrängt und von ihm entfernt. SEINE Güte und Barmherzigkeit sind unermesslich.